Bedürfnispyramide

Bedürfnispyramide für Beziehungen

Lesezeit ca. 3,5 min. (Blog vom 11.05.2022)

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Wir alle haben Bedürfnisse an uns selbst, an unser Leben und an unseren Partner.

Der Psychologe Abraham Maslow hat die Bedürfnispyramide ins Leben gerufen, die die wachsenden Bedürfnisse zeigt.

Angefangen mit den physiologischen Bedürfnissen wie Essen, Schlafen und Sex bis hin zur Selbstverwirklichung und dem Leben seiner Träume & Visionen.

Wie lässt sich die Maslowsche Bedürfnispyramide nun auf die Beziehungswelt ummünzen?

Ich drehe dazu zur Vereinfachung die Pyramide einmal um :-)

Physiologische Ebene: Wir können uns gut "riechen", genießen den Sex / die Zärtlichkeiten miteinander. Ich kann neben meinem Partner schlafen, wir teilen den gleichen bzw. zumindest ähnlichen Essensgeschmack und Essenszeiten.

Sicherheitsbedürfnisse: Ich fühle mich sicher mit meinem Partner und mein Partner hilft mir dabei mich sicher zu fühlen. Das kann sowohl die psychologische Sicherheit (Bsp.: Vertrauen) als auch die stärkenbezogene Sicherheit sein (Bsp.: fühle mich beim nächtlichen Spaziergang sicher).

Soziale Bedürfnisse: Wir haben gute Gespräche am Tisch und uns geht der Gesprächsstoff selten aus. Wir fühlen uns als eine Gemeinschaft. Wir verbringen Zeit miteinander. Wir erfahren gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung, wir geben und nehmen Liebe.

Individualbedürfnisse: Wir schauen in unserer Beziehung auf die jeweils eigenen Bedürfnisse und schenken uns selbst Selbstliebe. Selbstliebe heißt, Ich weiß was mir gut tut und nehme mir bewusst mal Auszeiten für mein “Selbst” und genieße die Zeit alleine. Ich pflege weiterhin meine Freundschaften. Ich bin erfolgreich. Ich habe meine eigenen Ziele weiterhin im Blick und respektiere die Bedürfnisse und Ziele meines Partners.

Selbstverwirklichung: Wir haben eine Vision für unsere Partnerschaft, verfolgen diese und setzen immer wieder neue Ziele. Wir unterstützen uns gegenseitig aktiv die Ziele des anderen zu erreichen. Wir versuchen das volle Potential sowie die volle Kreativität aus unserem Partner herauszuholen. Wir machen uns gemeinsam stärker und wachsen gemeinsam als Paar. Wir entwickeln uns stetig weiter. Wir erkennen den Sinn und Grund der eigenen Partnerschaft.

Wenn ich die Beziehungs-Bedürfnispyramide nun nochmal betrachte ist die Reihenfolge nicht unbedingt immer wie die des Originals. Manchmal würde ich mit einer anderen Ebene starten bzw. es nicht immer in Form einer Pyramide sehen. Trotzdem finde ich, das vorallem auch beim Kennenlernen eines neuen Partners die Ebenen gut aufeinander aufbauen.

Wie kann dir das nun als Single oder in einer bestehenden Partnerschaft weiterhelfen?

Welche Ebene ist für mich die Wichtigste und sollte an erster Stelle sein? Was macht für mich die perfekte Beziehung aus? Was sind die Erwartungen an meinen (zukünftigen) Partner?

Was heißt das für mich als Single?

  • Du kannst die Bedürfnispyramide für dich als Indiz für die Partnersuche verwenden. Tickt ihr ähnlich mit euren Bedürfnissen? Kann der Partner deine Bedürfnisse erfüllen?

Was heißt das für mich und meinen Partner?

  • Reflektierte gemeinsam mit deinem Partner wo ihr bereits steht. Wie sehr unterstützt ihr euch gegenseitig? Wo wollt ihr gemeinsam hin? Gibt es nur ein WIR oder auch ein ICH?

Teile deine Gedanken sehr gerne mit mir und natürlich auch mit deinem (zukünftigen) Partner.

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Artikel etwas inspirieren und eine neue Tür öffnen.

Damit du das Leben lebst, das du dir wünscht. In guter Gesellschaft.

In Liebe,

deine Eva